Brauchen wir wirklich noch einen Kleinverlag?

16. April 2013

Man hat es mir prophezeit, aber ich habe es nicht geglaubt: Obige Frage wurde mir tatsächlich wörtlich gestellt. Und das schon am ersten Tag nach meinem Entschluss, diesen Verlag zu gründen. Sie gehört zum Standard, wenn man seinem Umfeld zu verstehen gibt, ins Verlagsgeschäft einsteigen zu wollen. Dabei bin ich, als frisch gebackene Verlegerin, wohl die unsinnigste Adressatin dieser Frage – denn mit der Gründung des Arunya-Verlags habe ich meine diesbezügliche Meinung wohl sehr klar zum Ausdruck gebracht.

Ich habe ein tolles Team und viele Pläne, um genau die Bücher zu machen, die ich selbst leider viel zu selten in mein Bücherregal stellen kann. Bücher, die sich nicht in erster Linie am Mainstream orientieren, sondern in denen die Autoren neue Wege gehen und echtes Herzblut investieren dürfen. Wir stellen große Ansprüche an das Können unserer Autoren. Aber beim Arunya-Verlag zerredet die Marketingabteilung keine Plots und unsere Lektoren zensieren nicht nach „political correctness“. Unsere Autoren dürfen ihre Welten ohne „Schere im Kopf“ erschaffen. Und diesen Werken wollen wir mit einem professionellen Team die bestmöglichen Startmöglichkeiten bieten. Die Bücher des Arunya-Verlags sollen etwas ganz Besonderes sein und aus der Masse herausstechen.

Zu dieser Philosophie gehört auch ein besonderer Respekt vor unseren Autoren und Lesern. Weder wollen wir die Werke unserer Autoren zu Dumpingpreisen verschleudern noch wollen wir unsere Leser stärker als nötig zur Kasse bitten. Daraus resultiert zum Beispiel eine transparente Preisstaffel, die einen Höchstpreis von € 5,99 für eBooks vorsieht.

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